Sexueller Missbrauch

Dachverband für Missbrauchsbetroffene geplant

Die IG für Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld plant die Gründung eines nationalen Dachverbandes. Ziel sind schweizweit einheitliche Standards im Umgang mit Missbrauch.

Zusammen mit den Partnerorganisationen Sapec in der Westschweiz und Gava im Tessin plant die Interessengemeinschaft für missbrauchsbetroffene Menschen im kirchlichen Umfeld (IG-MikU) die Errichtung eines nationalen Dachverbands. Das schreibt das «Pfarrblatt Bern».

Demnach soll ab Herbst 2026 eine nationale Geschäftsstelle für einheitliche Standards im Umgang mit Missbrauch sorgen. Mit einer 50%-Stelle sollen die kritische Begleitung kirchlicher Aufarbeitung sowie Anfragen der Öffentlichkeit abgedeckt werden. Die Begleitung von Betroffenen soll ehrenamtlich bleiben, um die Unabhängigkeit zu wahren.

Finanziert wird der Dachverband gemäss IG-MikU-Präsidentin Vreni Peterer einerseits durch bereits gesprochene Gelder der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Andererseits startet nun gemäss «Pfarrblatt Bern» ein Fundraising: Angefragt werden dem Bericht zufolge unter anderem die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ), die Landeskirche Bern sowie die Evangelische Kirche Schweiz. Die Organisationen begleiten auch Betroffene aus der reformierten Kirche. (eba)

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