Konzernverantwortung

Berner Kirchen zeigen Flagge für Kovi

In einer ökumenischen Aktion haben zwanzig Kirchgemeinden und Pfarreien im Raum Bern Banner für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative aufgehängt. Nächstenliebe dürfe nicht an der Grenze des eigenen Landes aufhören.

Die Konzernverantwortungsinitiative erhält aus kirchlichen Kreisen weiter Rückenwind. In einer gemeinsamen Aktion haben am Dienstag zwanzig Kirchgemeinden und Pfarreien im Raum Bern grosse Fahnen für ein Ja gehisst. Organisiert wurde die Aktion vom Pastoralraum Region Bern der römisch-katholischen Kirche und der Oeme-Kommission der evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern.

Mit der gemeinsamen Aktion setze man sich für die christlichen Werte der Bewahrung der Schöpfung und der Menschenwürde ein, heisst es in einer Mitteilung vom 13. Oktober. «Die Konzernverantwortungsinitiative will, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz dafür gerade stehen müssen, wenn sie im Ausland Flüsse vergiften oder ganze Landstriche zerstören.»

Rechte einhalten

Nächstenliebe dürfe heute nicht mehr an der Landesgrenze aufhören. «Die Nächste und der Nächste, das sind in einer globalisierten Welt Menschen in anderen Kontinenten, die für internationale Konzerne arbeiten und deren Rechte eingehalten werden sollen», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Banner an den Kirchtürmen sollen bis zum Abstimmungssonntag am 29. November hängen bleiben.

Die Konzernverantwortungsinitiative wird unter anderem von der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, der Schweizer Bischofskonferenz sowie der Schweizerischen Evangelischen Allianz unterstützt. Im Komitee «Kirche für Konzernverantwortung» engagieren sich zudem über 600 Kirchgemeinden und Pfarreien sowie diverse Organisationen wie Heks oder Brot für alle. (no)