23 Prozent mehr Asylgesuche im Jahr 2023
Über 30'200 Menschen haben 2023 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) führt den Anstieg darauf zurück, dass sich die Zahl der türkischen Asylsuchenden verdoppelt und die Anträge von Menschen aus Algerien und Marokko deutlich zugenommen hätten, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Ausserdem hätten 1800 afghanische Frauen, die bereits vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurden, einen zweiten Asylantrag gestellt. Denn: Seit vergangenem Juli erhalten sie einfacher Asyl (ref.ch berichtete). Für 2024 rechnet das SEM ebenfalls mit rund 30'000 Asylgesuchen.
Zusammen mit den vorläufig Aufgenommenen durften 54 Prozent der Asylsuchenden im Land bleiben. 2022 betrug diese sogenannte Schutzquote 59 Prozent.
Der Verein «Save the Children» weist in einer Mitteilung darauf hin, dass von den über 30'000 Aslygesuchen rund 12'500 für Kinder gestellt worden seien. Das habe eine Auswertung der Zahlen des SEM ergeben. Der Verein kritisiert, dass die Unterbringung und Betreuung in den Asylunterkünften den Bedürfnissen der Kinder «oftmals nicht gerecht» werde. (sda/ dst)