Asylpolitik

Mehr Menschen ausgewiesen

Insgesamt 5742 Personen haben die Schweiz im vergangenen Jahr entweder freiwillig oder zwangsweise verlassen. Die meisten kehrten nach Algerien, in die Türkei und nach Georgien zurück.

Die Schweiz hat 2023 deutlich mehr Personen ausgewiesen als noch im Vorjahr. Insgesamt haben 5742 Personen das Land entweder freiwillig oder zwangsweise verlassen. Dies entspricht rund 20 Prozent mehr als 2022, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte.

Die Zahl der Ausreisen nahm im Vergleich zum Vorjahr sowohl bei der Rückkehr in den Herkunftsstaat als auch bei den Ausreisen in einen anderen europäischen Staat im Rahmen des Dublin-Systems zu.

Bei den Ausgewiesenen handelte es sich vorwiegend um Asylsuchende, deren Asylgesuch abgelehnt worden war und die keine vorläufige Aufnahme erhalten hatten – oder bei denen ein anderer europäischer Staat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig war.

Am meisten weggewiesene Personen kehrten nach Algerien, in die Türkei und nach Georgien zurück. Insbesondere mit Algerien und dem Irak hat das SEM laut der Mitteilung die Zusammenarbeit verstärkt; so wurden erstmals einzelne Sonderflüge in diese beiden Staaten für weggewiesene Personen durchgeführt, die nicht freiwillig zurückgekehrt sind und bei denen eine Rückführung per Linienflug nicht möglich war.

Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet waren, sind in der Statistik nicht mit eingerechnet. Knapp 11'000 Personen mit Schutzstatus S kehrten im Laufe des Jahres 2023 demnach freiwillig in die Ukraine zurück. (sda/ no)