Klimapolitik

Zürcher Landeskirche unterstützt grünes Gesetz

Um der Klimakrise entgegenzuwirken, sollten auch Kirchgemeinden nachhaltiger werden, findet die Zürcher Landeskirche. Sie empfiehlt deshalb ein Ja zum revidierten kantonalen Energiegesetz.

Mit der Revision des Energiegesetzes sollen CO2-Emmissionen drastisch reduziert werden. Im Bild: Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Hauses in Zürich. (Keystone/ Christian Beutler)

Am 28. November entscheidet das Zürcher Stimmvolk über die Revision des kantonalen Energiegesetzes. Diese sieht unter anderem vor, dass Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Laufzeit durch klimaneutrale Wärmesysteme ersetzt werden. Klimabelastende CO2-Emmissionen sollen deutlich reduziert werden.

Der Kirchenrat der Zürcher Landeskirche befürwortet diesen Schritt, wie es in einer Mitteilung vom 4. November heisst. Mit seinen aktuellen Legislaturzielen verfolge er dieselbe Stossrichtung. Ein Schwerpunkt darin sei, das Umweltmanagement in den Kirchgemeinden zu verbessern. Dieser Prozess solle schliesslich zur Zertifizierung aller Kirchgemeinden mit dem Umweltlabel «Grüner Güggel» führen.

Landeskirche und Kirchgemeinden seien von der Vorlage aber auch direkt betroffen, heisst es weiter. So müssten «im Prinzip» auch elektrische Widerstandsheizungen in Kirchengebäuden bis 2030 ersetzt werden. Allerdings sehe die Bauverordnung für solche Gebäude ein Ausnahme vor. Übereinstimmend darin sei der Verein «oeku – Kirchen für die Umwelt» zum Schluss gekommen, dass bei einzelnen Elektroheizungen der Weiterbetrieb mit einer intelligenten Steuerung aus energetischer Sicht sinnvoll sei.

In seinen Legislaturzielen 2020 bis 2024 hat der Kirchenrat unter anderem auch das Thema «Umweltbewusst handeln» aufgenommen. An der Sommersynode hat das Kirchenparlament der Exekutive eine Motion überwiesen, die für die zügige Umsetzung der Klimaziele einen Rahmenkredit von 2,5 Millionen Franken fordert. (no)