Mittelmeer

Weiteres Schweizer Flugzeug für Sea-Watch im Einsatz

Die Schweizer «Humanitarian Pilots Initiative» sucht aus der Luft nach Flüchtlingsbooten, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten sind. In Zusammenarbeit mit Sea-Watch werden neu drei Flugzeuge patrouillieren.

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch bringt ein drittes Aufklärungsflugzeug über dem Mittelmeer zum Einsatz. Mit der «Seabird 3» sollen Menschenrechtsverletzungen im Mittelmeer dokumentiert und Menschen in Seenot unterstützt werden, erklärte die Organisation, die sich für die Rettung von Flüchtlingen und Migranten einsetzt.

Die «Seabird 3» wird in Partnerschaft mit dem Bündnis United4Rescue und der Schweizer Initiative «Humanitarian Pilots Initiative» betrieben. Die Gesamtkosten für die Anschaffung liegen laut Sea-Watch-Sprecher Paul Wagner bei rund 560’000 Franken. Das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) initiierte Bündnis United4Rescue startete eine Spendenkampagne, um den Kauf des Flugzeugs zu finanzieren. Bis Ostern solle das Spendenziel von 170'000 Euro (160’000 Franken) erreicht werden, sagte Sandra Bils, Pastorin und Vorstandsmitglied von United4Rescue.

Das Flugzeug vom Typ Diamond DA42 soll auch über dem Atlantik nahe den Kanarischen Inseln eingesetzt werden. Aus Westafrika versuchen immer wieder Flüchtlinge und Migranten die zu Spanien gehörende Inselgruppe zu erreichen. (epd/ dst)

Beitrag teilen

Lesen Sie mehr zum Thema