Über 1000 Personen am Berner Ostermarsch für gerechte Wirtschaft

Am Ostermontag fand in Bern der 16. Ostermarsch statt. Das Motto lautete «Gerechtes Wirtschaften für den Frieden». Im Zentrum stand dieses Jahr die Konzernverantwortungsinitiative, die auch von kirchlicher Seite unterstützt wird.


Am Ostermarsch nahmen laut «Gruppe für eine Schweiz ohne Armee» (GSoA) rund 1100 Personen teil. Dieses Jahr stand die Konzernverantwortungsinitiative im Zentrum. Eine gerechte Wirtschaft sei eine Voraussetzung für Frieden, schreibt die GSoA am 2. April in einer Mitteilung.

Die Initiative, die auch von zahlreichen Personen und Hilfswerken aus dem kirchlichen Bereich unterstützt wird, verlangt ethisch verpflichtende Normen für Firmen, die von der Schweiz aus international tätig sind. «Solange sich internationale Konzerne durch die Ausbeutung von Menschen und Umwelt bereichern, ist eine friedliche Welt nicht möglich», wird GSoA-Sekretärin Eva Krattiger in der Mitteilung zitiert.

Freiwilligkeit genüge nicht

Der Ostermarsch rufe deshalb alle auf, gerecht hergestellte Güter zu kaufen und als Verantwortliche in Unternehmen auf die Ausbeutung von Menschen und Umwelt zu verzichten. Es habe sich allerdings gezeigt, dass solche freiwilligen Massnahmen nicht genügten. Deshalb fordere der Ostermarsch Politiker und Politikerinnen auf, sich für verbindliche Regulierungen einzusetzen, und ermuntere die Stimmberechtigten, an der Urne für die Konzernverantwortungsinitiative zu stimmen.

Das Komitee des Ostermarschs zeigt sich laut Mitteilung erfreut über die zahlreichen Teilnehmer. «Das Bedürfnis, gemeinsam für den Frieden einzustehen, ist auch bei den jüngeren Generationen da», so Eva Krattiger laut Mitteilung. (kath.ch/sys)