Pandemie

Thurgauer Kirche plant Weihnachten unter Corona-Bedingungen

Die evangelischen Kirchgemeinden des Kantons Thurgau wollen mit alternativen Gottesdiensten Weihnachten in der Corona-Pandemie ermöglichen. Geplant sind unter anderem Live-Übertragungen und Feiern im Freien.

Advents- und Weihnachtsgottesdienste sind aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur eingeschränkt möglich. Für die meisten Kantone gilt die Obergrenze von 50 Personen. Der feierliche Charakter von Weihnachten dürfe aber auch im Corona-Jahr nicht verloren gehen, heisst es in einer Mitteilung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau vom 14. Dezember.

Viele Kirchgemeinden entwickelten deshalb kreative Lösungen, um Weihnachten zu ermöglichen. So gebe es in Gemeinden mit mehreren Kirchenstandorten schon jetzt parallel geführte Gottesdienste. In der Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf zum Beispiel stehe ein Bus bereit, um bei Überbelegung einer der beiden Kirchen für Ausgleich zu sorgen. Andernorts wiederum seien Livestreams von den Gottesdiensten geplant.

Christbaum im Freien

Weil vor allem kleine Kirchen wegen der Distanzregeln schnell ausgelastet seien, stellten manche Kirchgemeinden den Christbaum ins Freie und feierten dort kurze Gottesdienste. Zahlreiche Kirchgemeinden erwägten zudem, den Gottesdienst in der Kirche live ins benachbarte Kirchgemeindehaus zu übertragen. In manchen Gemeinden würden Gottesdienste an den Festtagen auch mehrfach durchgeführt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zum Nachdenken anregen will die Kantonalkirche ausserdem mit der ökumenischen Plakataktion «Frohe Weihnachten». Dabei würden Plakate mit dem Spruch «Dieses Jahr erst recht» in Bussen und Postautos aufgehängt. (no)