Schweizer Kirchen lancieren ökumenische Weihnachtsaktion

Unter dem Motto «Trotzdem Weihnachten» haben die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die Schweizer Bischofkonferenz und die Christkatholische Kirche der Schweiz eine Aktion für die Feiertage ins Leben gerufen. Sie soll auch Menschen erreichen, die an Weihnachten arbeiten müssen oder in Quarantäne sind.

Gottesdienste mit Teilnehmerbeschränkungen und Familienfeiern nur im engsten Kreis – wegen Corona wird Weihnachten in diesem Jahr ganz anders. Um dennoch möglichst viele Menschen teilhaben zu lassen, haben die drei Landeskirchen die Aktion «Trotzdem Weihnachten, trotzdem Licht – Weihnachten findet statt» ins Leben gerufen.

An Weihnachten komme Jesus als Licht in die Welt und finde seinen Platz bei den Menschen. Diese Botschaft solle auch in der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit erklingen, schreibt die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) in einer Mitteilung. Am 23. November soll deshalb die ökumenische Seite trotzdemlicht.ch aufgeschaltet werden. Dort könnten kirchlich Engagierte alternative Ideen zu Weihnachten publizieren. Auf ihrer eigenen Webseite stellt die EKS ausserdem Ideen für Gottesdienste für zuhause, Links zu nationalen Gottesdienstübertragungen und meditative Impulse zur Verfügung.

Namen an die Fenster schreiben

In einer schweizweiten Aktion ruft die EKS zudem die Kirchgemeinden und die Bevölkerung dazu auf, in der Weihnachtszeit die Namen von Menschen an die Fenster zu schreiben. Dies könnten Menschen sein, die an Corona erkrankt oder verstorben seien oder auch Menschen, die in der Krise besondere Dienste leisteten oder unter Vereinsamung litten. Unter dem Hashtag #TrotzdemVerbunden würden die Bilder anschliessend in den sozialen Medien geteilt.

Ebenfalls ruft die EKS dazu auf, an Corona-Hilfsprojekte von Schweizer Hilfswerken im In- und Ausland zu spenden. (no)