Universität Bern

Theologin und SRF-Journalistin Judith Wipfler erhält Ehrendoktortitel

Die Theologin und Radiojournalistin des Schweizer Radios SRF, Judith Wipfler, ist Ehrendoktorin der Universität Bern. Gewürdigt wird ihr jahrelanges Engagement für den interreligiösen Dialog.

Darf sich neu «Doctrix theologiae honoris causa» nennen: Die Theologin und Journalistin Judith Wipfler. (Bild: SRF)

Der Basler Theologin Judith Wipfler, die seit 2014 die Fachredaktion
Religion Radio SRF leitet, ist die Würde eines «Doctrix theologiae
honoris causa» verliehen worden. Den Ehrendoktortitel der Universität Bern durfte die 47-Jährige am 3. Dezember in Bern in Empfang nehmen. «Das ist eine wahnsinnig grosse Ehre. Ich platze fast vor Freude», sagt Judith Wipfler gegenüber «ref.ch».

Die Auszeichnung gäbe ihr und ihrem Team Rückenwind und Anerkennung für ihr tägliches Schaffen. «Radio ist ein sehr flüchtiges Medium, bei dem man vergleichsweise wenige Rückmeldungen bekommt. Umso schöner ist es, zu wissen, dass wir wahrgenommen und geschätzt werden», sagt Wipfler.

In der Laudatio wird Judith Wipfler als «versierte Theologin und Radioredaktorin» gelobt, die «komplexe religiöse, kulturelle und
gesellschaftliche Zusammenhänge differenziert, kenntnisreich und verständlich zu vermitteln weiss.» Wipfler pflege als Journalistin den interreligiösen Dialog zwischen Christentum, Judentum und Islam und begleite diesen kritisch. Ausserdem engagiere sie sich in ihren Radiosendungen für Geschlechtergerechtigkeit.

Seit 2001 Fachredaktorin Religion

Judith Wipfler studierte Evangelische Theologie an der Universität Heidelberg in Deutschland sowie an der Theologischen Fakultät der Universität Basel. Seit 2001 ist sie Fachredaktorin Religion bei Radio DRS, heute SRF. Judith Wipfler leitet seit 2014 die Fachredaktion Religion Radio SRF, wo sie Beiträge unter anderem für die Sendung «Perspektiven» verfasst.

Neben Judith Wipfler ist auch die Sängerin Tina Turner mit einem Ehrendoktortitel der Universität Bern ausgezeichnet worden. Turner habe mit ihrer Authentizität und künstlerischen Ausstrahlung viele
Menschen berührt, heisst es in der Laudatio der philosophisch-historischen Fakultät. (bat)