Mindestens acht Flüchtlinge in Camps im Jemen gestorben

Im Bürgerkriegsland Jemen sind nach Untersuchungen der Uno mindestens acht Flüchtlinge gestorben, die zusammen mit rund 5000 anderen Menschen in Camps unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht waren.


Die Uno-Organisation für Migration (IOM) schlug am 2. Mai Alarm, weil in einem Flüchtlingscamp im Bürgerkriegsland Jemen mehr als 200 teils schwerkranke Menschen leben. Mindestens acht Flüchtlinge seien dort bereits gestorben.

«Unsere Teams haben gesehen, dass sich ohne genügend Nahrung, sauberes Wasser, Toiletten und medizinischer Versorgung eine Katastrophe anbahnt», sagte Mohammed Abdiker, der IOM-Direktor für Noteinsätze, in Genf. Die Opfer starben an akutem Durchfall, der unter normalen Umständen behandelt werden könnte, so die IOM.

Auf Flüchtlinge geschossen

Die Organisation richtete in den Camps in zwei Sportstadien und einer Militäreinrichtung in den Regionen Aden, Lahj and Abyan Behandlungszentren ein. In einem der Camps hätten Wachen am 30. April auf Flüchtlinge und Migranten geschossen und zwei Menschen verletzt. Ein Teenager bleibe wahrscheinlich gelähmt.

In dem bitterarmen Land tobt seit fünf Jahren ein Bürgerkrieg. Dennoch sind viele Flüchtlinge und Migranten im Land, die teils versuchen, über die Küste Jemens in sicherere Länder zu gelangen.

Die IOM habe am 21. April von den Massenverhaftungen der überwiegend aus Äthiopien stammenden Menschen erfahren, so die IOM. Sie würden unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. (sda/bat)