Bern

Streit in Kirchgemeinde Paulus eskaliert

Gegen den Kirchgemeinderat der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Paulus in Bern ist eine aufsichtsrechtliche Beschwerde erstattet worden. Urheber sind ausgerechnet Mitglieder des Kirchgemeinderats.

Per Januar 2027 wird die Kirchgemeinde Paulus eigenständig sein, während sich der Grossteil der stadtberner Kirchgemeinden zu einer einzigen zusammenschliessen (ref.ch berichtete). Dieser Zäsur gehen bereits Reibungen voraus. Mitglieder des Kirchgemeinderats Paulus Bern haben eine aufsichtsrechtliche Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt gegen die eigene Behörde eingereicht.

Die Kritik der Beschwerdeführer lässt sich so zusammenfassen: Der Kirchgemeinderat halte verfahrensrechtliche Vorgaben nicht ein, die Beschlussfassung und Handlungsfähigkeit des Kirchgemeinderats sei beeinträchtig. «Gerade im Hinblick auf die Eigenständigkeit der Kirchgemeinde Paulus ist eine funktionierende Behörde unabdingbar», heisst es in einer Mitteilung der Beschwerdeführer.

Zu den konkreten Vorwürfen gehören laut Mitteilung unvollständige Protokolle, ein missbräuchlicher Abbruch einer Sitzung durch den Präsidenten des Kirchgemeinderats, mangelnder Zugang zu Unterlagen und Informationen sowie der Umstand, dass gewisse Anträge zwar eingereicht, aber nie traktandiert worden seien.

Ein erstes Gespräch mit einer Mediatorin sei zwar erfolgt, aber nicht protokolliert worden. (dst)

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