Fusion Stadt Bern
Erste Kirchgemeinde lehnt Fusion ab
Die zwölf Kirchgemeinden der Stadt Bern stimmen bis Anfang Mai über eine Frage ab: Wollen wir an der Fusion zu einer evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde teilnehmen oder selbständig bleiben?
Bis jetzt haben drei Abstimmungen stattgefunden. Die Kirchgemeinden Heiliggeist und Petrus haben der Fusion zugestimmt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, lehnt die Kirchgemeinde Paulus im Länggass-Quartier die Fusion ab. Der Entscheid fällt klar aus: 197 Nein-Stimmen stehen 92 Ja- und sechs ungültigen Zetteln gegenüber.
«Damit wird die Kirchgemeinde Paulus ab 2027 eine eigenständige Kirchgemeinde, vorausgesetzt die Fusion der anderen Gemeinden kommt zustande», heisst es in der Mitteilung. Das gelte als wahrscheinlich.
Noch befinden sich die Zusammenschluss-Bemühungen auf gutem Weg. Im Fusionsvertrag heisst es, «dass die Fusion zustande kommt, wenn mindestens neun der zwölf Kirchgemeinden zustimmen. Ablehnende Kirchgemeinden gehen ihren eigenen Weg.»
Der Präsident des Paulus-Kirchgemeinderats, Benedict Christ, wird in der «Berner Zeitung» mit den Worten zitiert: «Es ist der richtige Weg.» Er freue sich über den klaren Entscheid. In der Mitteilung wird zudem angekündigt, dass die eigenständige Kirchgemeinde «solidarisch mit anderen Gemeinden» zusammenarbeiten und für alle offen sein werde. (dst)