Schweiz bewilligt Aufnahme von 21 Asylsuchenden aus Griechenland

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat bis am 17. April von den griechischen Behörden 21 Gesuche für die Aufnahme von minderjährigen Asylsuchenden erhalten und bewilligt. Die Kirchen hatten die Politik vor Ostern dazu aufgefordert, diese Personen rasch in die Schweiz zu bringen.


«Die Schweiz hat Griechenland schon im Januar angeboten, unbegleitete minderjährige Asylsuchende im Rahmen der Dublin-Verordnung in der Schweiz aufzunehmen, sofern diese über einen familiären Bezug in unserem Land verfügen», teilte das SEM am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

«Griechenland kann uns weitere Personen melden»

Bislang hätten die griechischen Behörden 21 Fälle gemeldet. Das SEM habe die Gesuche bewilligt. Zurzeit organisiert das SEM den Transfer dieser Kinder und Jugendlichen in die Schweiz. «Die Zahl ist nicht abschliessend, die griechischen Behörden können uns weitere Personen melden.» Und wenn Angehörige in der Schweiz Kontakt zu den Behörden aufnehme, gebe das SEM diese Informationen an die griechischen Seite weiter.

Gemäss dem Dublin-Abkommen ist bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden der Mitgliedstaat zuständig, in dem sich ein Familienangehöriger des unbegleiteten Minderjährigen rechtmässig aufhält.

Oster-Appell der Kirchen

Vor Ostern hatten die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die Schweizer Bischofskonferenz der römisch-katholischen Kirche und die Christkatholische Kirche Schweiz einen Appell an den Bundesrat und die Politik gerichtet (ref.ch berichtete). Die Kirchen forderten, dass minderjährige Asylsuchende mit Verwandten in der Schweiz rasch hierher gebracht werden. Denn die Bedigungen in den griechischen Lagern seien schwierig und die jungen Flüchtlinge verletzlich und gefährdet, hiess es in Medienmitteilung vom 9. April. (sda/mos)