Schaffhauser Pfarrstellen dürfen nur noch um ein Viertel gekürzt werden

Reformierte Kirchgemeinden im Kanton Schaffhausen dürfen Pfarrpensen künftig nur noch um höchstens 25 Prozent kürzen. Dies entschied die Synode der Landeskirche an ihrer Sitzung vom 28. Juni.


Die Delegierten der 28 Schaffhauser Kirchgemeinden genehmigten an ihrer Sommersynode den Stellenplan für gesamtkirchliche Aufgaben. Die wichtigste Neuerung betraf die Berechnung von Pfarrstellen. Demnach dürfen in der Amtsperiode 2019 bis 2023 Pfarrpensen in Kirchgemeinden höchstens um 25 Stellenprozente gekürzt werden – auch dann, wenn die Gemeinden wegen Mitgliederschwund deutlich mehr Stellenprozente abgeben müssten.

Direkt von der neuen Regelung betroffen sind die Kirchgemeinde Neuhausen sowie die Pastorationsgemeinschaft Trasadingen-Osterfingen-Wilchingen. Sie müssten aufgrund ihrer Mitgliederzahlen je 50 Pfarrstellenprozente abgeben. Demgegenüber sei die Synode zum Schluss gekommen, dass Kürzungen, die über 25 Prozent hinausgingen, zu harte Folgen für die Kirchgemeinden hätten, wie die Landeskirche gegenüber ref.ch mitteilte. Zudem habe es bereits in der vorangegangen Amtsperiode einen Abbau bei den Pfarrstellen gegeben.

Steuerrabatt für Kirchgemeinden?

An ihrer Sitzung genehmigten die Synodalen auch die Jahresrechnung 2017. Aufgrund von Vakanzen und leicht höheren Steuereinnahmen schloss diese mit einem Plus von 587’000 Franken. Finanzchef Richard Rickli wies aus, dass in den kommenden Jahren wieder ein Vermögen aufgebaut werden könne. Wie dieses verwendet wird, ist noch offen. Zur Diskussion stehen ein Steuerrabatt für Kirchgemeinden sowie ein Fonds zur Projektfinanzierung, wie es in einer Mitteilung heisst.

Kirchenratspräsident Frieder Tramer kündigte zudem weitere Reformen für die Schaffhauser Kirche an. An einer Präsidialkonferenz soll diskutiert werden, wie sich die Schaffhauser Kirchgemeinden positionieren können, um einen Pfarrmangel zu vermeiden. (no)