Luzerner Reformierte wollen Konzerne in die Pflicht nehmen

Der Kirchenvorstand der reformierten Kirchgemeinde Luzern hat beschlossen, die Konzernverantwortungsinitiative zu unterstützen. Damit sollen Menschenrechte und Umweltstandards gestärkt werden.


Der Kirchenvorstand der reformierten Kirchgemeinde Luzern will Konzerne zur Verantwortung ziehen. Er hat deshalb beschlossen, Mitglied des Komitees «Kirche für Konzernverantwortung» zu werden, wie es in einer Medienmitteilung vom 4. Juli heisst. Zuvor war im Parlament ein Postulat zur Prüfung des Beitritts überwiesen worden.

«Der Kirchenvorstand der Reformierten Kirche Luzern tritt dem Unterstützungs-Komitee bei, weil wir Ja sagen können zu anerkannten internationalen Menschenrechten und zu internationalen Umweltstandards», wird Marlene Odermatt, Präsidentin der Reformierten Kirche Luzern zitiert. Diese Standards basierten hauptsächlich auf den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.

«Mit dem Beitritt in das Unterstützungs-Komitee setzen wir uns über die Landesgrenzen hinaus für unsere Mitmenschen ein und leisten einen Beitrag zum Dialog rund um die Menschenrechte», sagt Odermatt. Eingereicht wurde das Postulat im Grossen Kirchenrat von Fred Le Grand aus der Teilkirchgemeinde Kriens. (bat)