Michael Braunschweig zieht Kandidatur zurück

Das Rennen um das Kirchenpflegepräsidium der Grosskirchgemeinde Zürich hat einen Kandidaten weniger. Michael Braunschweig tritt nicht mehr zum zweiten Wahlgang an. Es verbleiben die Kandidaten Annelies Hegnauer und Res Peter.


Mit 2691 Stimmen erzielte Michael Braunschweig im ersten Wahlgang für das Kirchenpflegepräsidium der Kirchgemeinde Zürich das drittbeste Resultat. Nun hat er bekannt gegeben, dass er sich zu einem zweiten Wahlgang nicht mehr zur Verfügung stellen wird. «Das übergeordnete Ziel der Wahlen muss sein, dass die Kirchenpflege wie auch das Präsidium gut abgestützt und durch ein möglichst klares Wahlresultat gut legitimiert sind. Bei drei Kandidat*innen ist die Gefahr eines Zufallsresultats erheblich grösser», schreibt Braunschweig in einer Medienmitteilung vom 26. November. Mit dem Rückzug seiner Kandidatur wolle er der Gemeinde die Auswahl zwischen zwei Kandidaten ermöglichen.

Keine Wahlempfehlung

Eine Wahlempfehlung will Braunschweig derweil nicht abgeben. In der Mitteilung hält der Theologe allerdings fest: «Im Juni 2019 war das Kandidatenfeld aus Res Peter und Andreas Hurter für mich als Wahlberechtigten unbefriedigend. Beide waren für mich nicht wählbar.» Res Peter, weil Braunschweig der Meinung sei, dass die Kirchenpflege nicht von einer Pfarrperson präsidiert werden soll. «Es wäre für mich ein Übergewicht dieser Berufsgruppe in der Gemeindeexekutive», so Braunschweig. Bei Andreas Hurter ist der Grund, «weil die Kirchenpflege mit einer anderen Person als dem Projektleiter der Reform besetzt werden muss.» Hurter zog seine Kandidatur im Juli zurück.

Hätte Annelies Hegnauer bereits früher ihre Kandidatur bekannt gegeben, wäre Braunschweig möglicherweise nicht selbst angetreten, führt er weiter aus. 

Auch wenn Braunschweig nicht für das Präsidium kandidiert, so wird er in der Exekutive Einsitz nehmen. Mit 6358 Stimmen ist er der am besten gewählte Mann.

Der zweite Wahlgang findet am 9. Februar 2020 statt. (bat)