Vereinigte Staaten
«March for Life» mit Trump und Vance
Tausende Abtreibungsgegner sowie republikanische Politiker haben in Washington den 52. «March for Life» durchgeführt. Der US-Präsident sprach per Videocall beim «Marsch für das Leben». Vizepräsident J.D. Vance war persönlich anwesend. Beide dankten den Versammelten für ihren Einsatz, stellten jedoch keine konkreten Gesetzesvorhaben vor, um das Abtreibungsrecht zu verschärfen. Der stark katholisch sowie evangelikal geprägte «March for Life» gilt als die bedeutendste Veranstaltung gegen Schwangerschaftsabbrüche in den USA.
Der Präsident versicherte wenige Tage nach seiner Amtseinführung, er werde sich für Familien und das Leben einsetzen und Frauen und Kinder schützen. Am Tag vor der Kundgebung hatte er 23 Abtreibungsgegner begnadigt. Die Männer und Frauen hatten Abtreibungskliniken blockiert. Die Verurteilten hätten «nie angeklagt werden sollen», sagte Trump.
«Ich will mehr Babys in den Vereinigten Staaten», sagte Vizepräsident Vance. Er verurteilte eine «Kultur des radikalen Individualismus». Es müsse Familien leichter gemacht werden, Kinder grosszuziehen. Das sei auch eine Aufgabe der Regierung. Vance sprach von Steuererleichterungen.
In Umfragen befürworten US-Amerikaner mehrheitlich legale Abtreibungen. Bei Volksabstimmungen im November sprachen sich Wähler in den Staaten New York, Missouri, Arizona, Colorado, Montana, Maryland und Nevada dafür aus, das Recht auf Abtreibung in der Verfassung zu verankern. Es ist ungewiss, was der amtierende US-Präsident in den kommenden vier Jahren unternehmen wird bei dem polarisierenden Thema. (epd/ dst)