Landeskirche investiert in Nachhaltigkeit
Nach reger Debatte stimmte die Zürcher Kirchensynode einem Rahmenkredit über 2,5 Millionen Franken für umweltbewusstes Handeln deutlich zu. Mit diesem Geld wird die Landeskirche in den nächsten fünf Jahren Massnahmen finanzieren, die zur Zertifizierung möglichst aller Kirchgemeinden mit dem Umwelt-Label «Grüner Güggel» führen, wie es in einer Medienmitteilung vom 29. März heisst.
2021 überwies die Kirchensynode eine Motion, die den Kirchenrat beauftragte, eine Vorlage für einen Rahmenkredit von 2,5 Millionen Franken zu erarbeiten, der gezielt für umweltbewusstes Handeln eingesetzt wird. Zuvor hatte der Kirchenrat seine Legislaturziele 2020 bis 2024 vorgelegt. Eines davon, «Umweltbewusst handeln», will unter anderem einen Prozess in Gang setzen, der zur Zertifizierung aller Kirchgemeinden mit dem Umwelt-Label «Grüner Güggel» führt.
Fusion von Kirchgemeinden
Der Rahmenkredit soll in den nächsten fünf Jahren unter anderem für eine Infokampagne, für Bildungsangebote, für eine zentrale Beratungsstelle mit regionalen Beraterinnen und Beratern sowie für die Erneuerung des «Grünen Datenkontos» eingesetzt werden.
Weiter genehmigte die Kirchensynode ohne Gegenstimme den Zusammenschluss der Kirchgemeinden Illnau-Effretikon und Kyburg zur erweiterten Kirchgemeinde Illnau-Effretikon. Die Zusammenlegung soll auf den 1. Juli 2022 erfolgen.
Neue Wahltermine
Schliesslich haben die Synodalen zwei Motionen überwiesen, die den Wahltermin des Kirchenrates betreffen: Die Exekutive soll künftig nicht mehr anlässlich der konstituierenden Versammlung der Kirchensynode gewählt werden, sondern zeitlich versetzt ein halbes Jahr später beziehungsweise gemäss der zweiten Motion in der Mitte der Amtsdauer der Synode. Beide Vorstösse wollen erreichen, dass die kandidierenden Mitglieder des Kirchenrates den Synodalen zum Zeitpunkt der Wahl besser bekannt sind. (bat)