Demokratische Republik Kongo
Rebellen und Regierung vereinbaren Fahrplan für Waffenruhe
Die M23-Rebellen und die kongolesische Regierung haben sich auf eine gemeinsame Strategie zur weiteren Umsetzung einer Waffenruhe geeinigt. Mehrtägige Gespräche in Genf seien mit Vereinbarungen über nächste Schritte Richtung Frieden im Osten der Demokratischen Republik Kongo beendet worden.
Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die vom US-Aussenministerium veröffentlicht wurde. Neben der Schweiz waren die USA, Katar und die Afrikanische Union an den Verhandlungen beteiligt.
Seit Anfang 2022 sind die M23-Rebellen im Ostkongo auf dem Vormarsch, seit Anfang 2025 kontrollieren sie grosse Teile der Provinzen Nord- und Süd-Kivu. Hunderte Zivilistinnen und Zivilisten wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht.
Auf eine Waffenruhe hatten sich die Parteien bereits im November vergangenen Jahres geeinigt. Doch Fortschritte geschehen nur sehr langsam. Kürzlich fand mit Vermittlung des Roten Kreuzes ein vereinbarter Gefangenenaustausch statt.
Eine Beobachtungsmission zur Einhaltung der Waffenruhe soll ab Montag mit Unterstützung der UN-Mission Monusco in der Region präsent sein, hiess es in der Mitteilung. Der Plan sieht ausserdem weitere Verhandlungen in Richtung eines langfristigen Friedensplanes vor.
Laut einem UN-Bericht gehören sexualisierte Gewalt, Gruppenvergewaltigungen, gewalttätige Übergriffe und Tötungen von Zivilistinnen und Zivilisten zur Vorgehensweise der M23. Die Miliz wird laut den Vereinten Nationen vom Nachbarland Ruanda finanziell und personell unterstützt.
Im Osten des Kongos kämpfen unterschiedliche Rebellengruppen und die Regierung seit Jahrzehnten um die Macht und die Kontrolle über die reichen Rohstoffvorkommen wie Gold, Kassiterit, Coltan oder Diamanten. (epd/ gab)