Ebola-Epidemie

Mehr als 5000 bestätigte Fälle im Kongo

Die Ebola-Epidemie im Ostkongo weitet sich aus: Die Zahl der Fälle steigt ebenso an wie die der Toten, auch neue Regionen sind betroffen.

Mit inzwischen mehr als 5000 bestätigten Fällen breitet sich die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo weiter aus. Auch die Zahl der Toten steigt schnell an – auf bislang 2378, wie das Regionalbüro Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete. Allein binnen einer Woche starben den Daten zufolge fast 400 Menschen an der Infektionskrankheit.

Der Ausbruch entwickle sich zu einer geografisch stärker gestreuten Infektionswelle, mit anhaltender Übertragung in den Hotspots, einer Verschärfung der Lage in anderen Gebieten und einer fortgesetzten Ausbreitung auf neue Orte, heisst es in dem Situationsbericht.

Der Ebola-Ausbruch war Mitte Mai gemeldet worden. Vermutlich begann er unbemerkt bereits drei bis vier Monate zuvor. Mittlerweile sind laut WHO Fälle aus sechs Provinzen der Demokratischen Republik Kongo bekannt, am stärksten betroffen bleibt die Provinz Ituri mit mehr als 80 Prozent der bestätigten Infektionen und fast 80 Prozent der Toten.

Die Region leidet unter schwacher Gesundheitsinfrastruktur, schlechten Verkehrswegen und grosser Armut. Erschwert wird die Eindämmung des Ausbruchs auch durch die seit Jahrzehnten anhaltende Gewalt im Ostkongo, wo zahlreiche Gruppen und Milizen um Macht und die Kontrolle über Rohstoffe kämpfen.

Für den Kongo ist es ist die 17. Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus 1976 – und die jetzt schon tödlichste. Der aktuelle Ausbruch ist vom Bundigubyo-Virus verursacht, gegen den es weder zugelassenen Medikamente noch einen Impfstoff gibt.

Rund 60 Prozent der Toten werden laut den WHO-Daten von außerhalb der Ebola-Behandlungszentren gemeldet. Das unterstreiche die grossen Schwierigkeiten, Fälle rechtzeitig aufzuspüren und Kranke entsprechend zu isolieren und zu behandeln. Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende Infektion, die über Körperflüssigkeiten von Erkrankten übertragen wird, etwa bei der Pflege von Kranken oder auch bei der Aufbahrung der Verstorbenen, die über den Tod hinaus infektiös sind. (epd / dst)

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