Keine Gottesdienste mehr im Kanton Zürich

In den reformierten Zürcher Kirchgemeinden kommt es aufgrund der Corona-Krise zu weiteren Einschränkungen. Gottesdienste bleiben bis Ende April aus. Die Kirchen sollen aber weiterhin für die persönliche Andacht offenbleiben.


Die Zürcher Landeskirche reagiert auf den heutigen Bundesratsentscheid, wonach die Corona-Situation in der Schweiz als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz eingestuft wurde. Ab sofort finden «keine Gottesdienste sowie gottesdienstlichen Veranstaltungen und (Abendmahls-)Feiern statt», heisst es in einer Medienmitteilung der Landeskirche vom 16. März.

Weiter werden Taufen, Trauungen und Konfirmationen verschoben. Beerdigungen dürfen durchgeführt werden, aber nur «im engsten Familienkreis.» Gedenk- und Erinnerungsfeiern sollen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Auch der religionspädagogische Unterricht wird gestrichen; verbindliche Module gelten aber laut Mitteilung als besucht und müssen von den Kindern und Jugendlichen nicht nachgeholt werden.

Persönliche Andacht ermöglichen

Die Landeskirche empfiehlt den Kirchgemeinden, die Kirchen offenzuhalten, «um den Menschen die persönliche Andacht weiterhin zu ermöglichen.» Allerdings soll sichergestellt sein, dass keine spontanen «Schatten-Veranstaltungen» stattfinden.

Die Massnahmen gelten laut Mitteilung bis mindestens 30. April. Zudem seien der Pandemie-Stab der Landeskirche und die Gesamtkirchlichen Dienste zurzeit damit befasst, zu weiteren Bereichen Hilfestellungen zu erarbeiten. Diese würden im Laufe der Woche auf der Homepage der Landeskirche aufgeschaltet. (bat)