Synode Appenzell

Kein Finanzausgleich mehr für kleine Gemeinden

Appenzeller Kirchgemeinden mit weniger als 500 Mitgliedern sollen keinen Finanzausgleich mehr erhalten. Das sieht der Entwurf eines neuen Reglements vor.

Emotional ist die Diskussion in der Synode der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell gewesen. Drei neue Reglemente verabschiedete das Parlament. Vor allem der Entwurf für neue Finanzausgleichsregelungen hatte die Synodalen bewegt. Das geht aus einer Medienmitteilung der Landeskirche Appenzell hervor.

Der Anlass der Kontroverse: Der Reglementsentwurf sieht vor, dass der Finanzausgleich nur noch die Unterschiede in der Steuerkraft der Kirchgemeinden ausgleicht. Weitere Beiträge soll es nicht mehr geben. Und Kirchgemeinden mit weniger als 500 Mitgliedern sollen laut Mitteilung kein Geld mehr aus dem Finanzausgleich erhalten. Nicht zum ersten Mal kommen die kleinen Gemeinden unter Druck (ref.ch berichtete).

Mehrere Kirchgemeinden würden in den kommenden Jahren weniger Geld aus dem Finanzausgleich erhalten. Für sie sei während vier Jahren ein Härtefallausgleich vorgesehen, schreibt die Landeskirche.

Die Synodalen nahmen den Entwurf in erster Lesung mit grossem Mehr an. Beschlossen ist indes noch nichts: Im November folgt die zweite Lesung. (dst)