Nahostkonflikt

Jüdische Wissenschaftler lancieren Petition

Über 2000 jüdische und israelische Wissenschaftler fordern gleiche Rechte für Palästinenser und ein Ende der Besatzung in Israel.

Seit die rechts-religiöse Regierung Israels unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Justizreform vorantreibt, ist die Lage im Land angespannt. Die Opposition versucht die Reform zu stoppen, regelmässig versammeln sich grosse Menschenmengen zu Demonstrationen.

Mittlerweile beteiligen sich auch jüdische Organisationen und Privatpersonen im Ausland an der Debatte. Nun haben über 2000 jüdische Wissenschaftler aus Israel und dem Ausland eine Petition unterzeichnet. Darin stellen die Verfasser einen direkten Bezug zwischen der Justizreform und den besetzten palästensischen Gebieten her.

Den Palästinensern seien die grundlegendsten Rechte verwehrt, heisst es im Papier. Die Justizreform diene dazu, die Kontrolle über die besetzten Gebiete zu verschärfen und am Ende die palästinensische Bevölkerung zu vertreiben. Die Petition fordert gleiche Rechte für Palästinenserinnen und ein Ende der Besatzung. Zu den Unterzeichnenden gehören der Historiker Saul Friedländer sowie der emeritierte Basler Geschichtsprofessor Georg Kreis. (dst)