Übersterblichkeit

Hitzewelle fordert rund 200 Tote in der Schweiz

Daten des Bundesamts für Statistik zeigen: Während der Hitzewelle im Juni sind mehr Menschen über 65 Jahren gestorben als üblich. Die Auswirkungen sind vergleichbar mit denen einer Grippewelle.

Im Juni ist es rund eine Woche lang sehr heiss gewesen in der Schweiz. Die untypische Hitzewelle war eine Belastung, besonders für vulnerable Menschen. Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen nun, dass die Hitzewelle zu einer Übersterblichkeit in der Gruppe der Menschen über 65 Jahren geführt hat. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Die Folgen der grossen Hitze seien vergleichbar mit jenen einer Grippewelle im Winter.

Notaufnahmen von Spitälern seien «unter erheblichem Druck» gestanden, weil mehr Menschen wegen den Folgen der Hitze eingeliefert wurden. Eine Vertreterin des Tropen- und Public-Health-Instituts in Basel sagte, ab einer Temperatur von 30 Grad sei das gesundheitliche Risiko erheblich. Tropische Nächte stellten eine zusätzliche Belastung dar.

Die Klimaseniorinnen haben wegen solcher Gefahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Schweiz angeklagt (ref.ch berichtete). Sie tue zu wenig gegen den Klimawandel und gefährde dadurch die Gesundheit insbesondere der älteren Bevölkerung der Schweiz. (dst)

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