Kongo

Hilfsorganisation berichtet von Masern, Cholera und Mpox

Der bewaffnete Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo führt zum Ausbruch von Krankheiten. Hilfe bleibt zunehmend aus, weil die USA ihre Entwicklungshilfe gestoppt haben.

Nach der Zerstörung von 13 Einrichtungen für Vertriebene in der Stadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo warnen Entwicklungshelfer vor einer unkontrollierbaren Situation. Mehr als 450’000 Menschen hätten weder Unterkunft noch Nahrung oder Wasser, teilte die Entwicklungsorganisation Oxfam mit. «Wenn die internationale Gemeinschaft nicht eingreift, wird diese Krise ausser Kontrolle geraten», sagte Manenji Mangundu, Oxfam-Direktor im Kongo.

Weil es kaum Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen gebe, nähmen die Gesundheitsrisiken zu. Oxfam zufolge gibt es Fälle von Masern, Cholera und Mpox, auch als Affenpocken bekannt, die das ohnehin schwache Gesundheitssystem belasteten.

Auslöser der jüngsten Entwicklung war die Übernahme von Bukavu, Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu, durch die Rebellenmiliz M23. Die Eroberung der Stadt habe eine Massenflucht der Bevölkerung ausgelöst. Tausende hätten die Camps verlassen, in denen sie Schutz gesucht hatten. Sie zögen weiter in überfüllte Kirchen und Schulen in Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu.

Oxfam arbeitet nach eigener Darstellung an der Wiederherstellung wichtiger Infrastruktur, um Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu verbessern. Doch auch «wenn die Anlagen endlich wieder laufen, werden wir möglicherweise nicht in der Lage sein, die Menschen zu unterstützen, da die Kürzungen der US-Hilfe alles gefährden», sagte Oxfam-Landesdirektor Mangundu. Die US-Entwicklungshilfebehörde USAID steht vor dem Aus. Anfang Februar hatte die Regierung von Präsident Donald Trump die meisten Beschäftigten von USAID beurlaubt. (epd/ dst)

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