Heks startet Corona-Soforthilfe

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) will Menschen im In- und Ausland beistehen, die wegen der Corona-Pandemie in Not sind. In der Schweiz sollen zum Beispiel Online-Deutschkurse für Migranten angeboten werden.


Das Heks beginnt ein Soforthilfe-Programm für die Betroffenen der Corona-Pandemie. Dafür will das Heks mindestens eine Million Franken einnehmen. Die Soforthilfe soll besonders an die schwächsten Bevölkerungsgruppen gehen, die vom Virus besonders betroffen sind, wie es in einer Medienmitteilung vom 26. März heisst.

Online-Deutschkurse und Aufklärung

Im Inland prüfe das Heks den Aufbau einer Online-Plattform für Deutschkurse für Migrantinnen. Zudem wolle man abklären, wie auch die Kinder beim digitalen Unterricht unterstützt werden könnten. Weil im Moment auch viele arbeitsrechtliche Fragen auftauchen, überlegten sich die Heks-Regionalstellen, ob sie die bestehende Rechtsberatung für sozial benachteiligte Schweizer und Migranten ausbauen sollen.

In den Programmländern will das Heks Aufklärungsarbeit über die Gefahren und Risiken des Virus sowie über Präventionsmassnahmen leisten. Denn beispielsweise Flüchtlinge in überfüllten Camps hätten kaum Zugang zu medizinischer Versorgung, deshalb seien verlässliche Informationen wichtig. Zudem sollen sanitäre Anlagen verbessert und ausgebaut werden. Auch Direktzahlungen würden geprüft, damit Menschen in einer Notlage weiterhin Lebensmittel kaufen könnten. In ländlichen Gebieten Osteuropas finanziere das Heks ausserdem Spitex-Dienste für Betagte. (mos)