Jahresbericht

Heks erhielt 2020 markant mehr Spenden

Trotz der Corona-Pandemie verlief das vergangene Jahr für das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) erfreulich. Insbesondere der Ertrag übertraf die Erwartungen.

Vor einem Jahr waren die Prognosen noch unsicher bis trüb. Doch nun zeigt sich: Das evangelische Hilfswerk Heks hat das Corona-Jahr 2020 gut überstanden. Insbesondere der Ertrag übertraf mit 78,8 Millionen Franken die Erwartungen deutlich, wie aus einer Mitteilung vom 19. April hervorgeht. Demnach lag dieser Wert im Jahr 2019 noch bei 68,4 Millionen. Gleichzeitig blieb der Aufwand mit 73,2 Millionen unter dem Voranschlag sowie unter dem Betrag von 2019 (73,8 Millionen).

Grund für das positive Betriebsergebnis von 5,6 Millionen Franken ist laut dem Hilfswerk vor allem eine Zunahme bei den Spenden vorab für Covid-19-Hilfsprogramme. Tatsächlich weist die Betriebsrechnung für praktisch alle Teilbereiche – Inland- und Auslandarbeit sowie humanitäre Hilfe – eine Zunahme bei den Spenden und Legaten auf. Laut Mitteilung fiel das Spendenergebnis um rund 11,1 Millionen Franken besser aus als noch 2019.

«In Covid-19-Zeiten darf das Heks auf die grosse Solidarität der ganzen Schweizer Bevölkerung bauen», schreibt das Hilfswerk im Communiqué. Die Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen, die von der Pandemie besonders hart getroffen worden seien, spiegle sich «im erfreulichen Betriebsertrag 2020» wider.

«Anlass zu Optimismus»

In den vergangenen Jahren prägten noch Stellenabbau, der Rückzug aus verschiedenen Programmländern und rückläufige Erträge das Hilfswerk. Fondsreserven mussten abgebaut werden (siehe unter anderem Artikel vom 26. März 2019). Nun gebe es aber wieder «Anlass zu Optimismus» in Bezug auf anstehende Herausforderungen sowie die geplante Fusion mit Brot für alle, schreibt Heks. Unter anderem konnten 6,6 Millionen Franken dem Fondskapital zugewiesen werden.

Insgesamt setzte Heks im vergangenen Jahr 198 Projekte im In- und Ausland um. In der Schweiz war aufgrund der Pandemie in der ersten Jahreshälfte teilweise ein Rückgang der Teilnehmendenzahlen zu verzeichnen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dies habe im Vergleich zum Vorjahr zu einem verminderten Aufwand geführt. Auch in der Auslandarbeit wurde weniger investiert. Gleichzeitig flossen aber 1,5 Millionen Franken mehr in Projekte der humanitären Hilfe. (vbu)