Heks baut Stellen ab und zieht sich aus drei Ländern zurück

Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) muss wegen rückläufigen Spenden, grösserer Konkurrenz und einer allgemein schwierigen Wirtschaftslage sparen.


Wie viele andere Schweizer Hilfswerke sieht sich das Heks mit «zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert», wie es in einer Mitteilung vom 26. März heisst. Der Betriebsertrag blieb demnach mit 66,2 Millionen Franken unter den Erwartungen, während sich der Aufwand mit 75 Millionen Franken im budgetierten Rahmen bewegte.

Der Verlust wurde durch angespartes Kapital aus bestehenden Fonds kompensiert. Aus dem Ersparten seien 7,7 Millionen Franken in die Projektarbeit im In- und Ausland investiert worden. Ab 2020 soll das aber nicht mehr geschehen. Deshalb muss das Heks in den nächsten zwei Jahren seine Finanzen stabilisieren.

Rückzug aus Indien, Moldawien und Simbabwe

Projekte in Moldawien und in Simbabwe würden in den kommenden Monaten sukzessive beendet, heisst es in der Mitteilung. In Kolumbien sowie Israel und Palästina wird die Zahl der Projekte reduziert. Bereits früher beschlossen worden ist der Rückzug aus Indien.

Sechs Mitarbeitende in der Schweiz verlieren ihre Stelle. Gemäss der Mitteilung trifft es insbesondere die Bereiche Verwaltung und Kommunikation. Das Hilfswerk will bei der Restrukturierung seine soziale Verantwortung wahrnehmen.

Das Heks hat 2018 in der Schweiz und weltweit in 32 Ländern auf vier Kontinenten rund 300 Projekte unterstützt. Damit konnten nach eigenen Angaben die Lebensbedingungen von über einer Million Menschen verbessert werden. Das Hilfswerk ist unter anderem in der Entwicklungszusammenarbeit, der kirchlichen Zusammenarbeit, der humanitären Nothilfe sowie der Rechtsberatung für Asylsuchende tätig. (sda/mey)