Fusion

Thurgauer Landeskirche schrumpft auf 61 Kirchgemeinden

Mit der Fusion von drei Kirchgemeinden im Lauchetal hat die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau neu noch 61 statt bisher 63 Kirchgemeinden. Im Jahr 2000 lag der Bestand noch bei 70 Kirchgemeinden.

Drei Thurgauer Kirchgemeinden haben sich zur Kirchgemeinde Affeltrangen-Braunau-Märwil zusammengeschlossen. In die neue Kirchgemeinde mittlerer Grösse brachte Affeltrangen rund 1300 Kirchenmitglieder ein, Braunau 300 und Märwil knapp 500, wie es in einer Mitteilung vom 16. Februar heisst. Damit hat sich der Bestand der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau von bisher 63 auf neu 61 Kirchgemeinden reduziert. Die grösste ist Frauenfeld mit 8067 Mitgliedern, die kleinste Andwil mit 237. Im Jahr 2000 hatte die Landeskirche noch 70 Kirchgemeinden.

Die Gemeindefusion dürfe nicht verwechselt werden mit der Gemeindeverbindung, heisst es weiter. Mit der Fusion entstehe eine neue, rechtlich eigenständige öffentliche Körperschaft des kantonalen Rechts. Bei Gemeindeverbindungen dagegen würden sich kleinere Kirchgemeinden gemeinsam ein Pfarramt teilen, blieben jedoch rechtlich selbstständig. «Sie weichen damit vom Grundsatz ab, dass jede Kirchgemeinde ein eigenes Pfarramt zu führen hat», heisst es in der Mitteilung.

So hatten bis Ende 2020 die beiden Kirchgemeinden Affeltrangen und Märwil eine entsprechende Vereinbarung und führten gemeinsam ein Pfarramt. Derzeit teilen sich noch zwölf Gemeinden sechs Doppelpfarrämter in der Thurgauer Landeskirche.

Die Entscheidungsbefugnis liegt in beiden Fällen beim Kirchenrat. Der Kirchenrat könne und wolle aber Kirchgemeinden nicht zu Fusionen zwingen oder drängen. Den Antrag auf Fusion beziehungsweise Gemeindeverbindung stellten die beteiligten Kirchgemeinden. (bat)