Evangelische Allianz unterstützt Referendum gegen «Ehe für alle»

Mit der Öffnung der Ehe für Homosexuelle sollen auch die Adoption von Kindern und die Samenspende für lesbische Paare möglich werden. Daran stösst sich die Schweizerische Evangelische Allianz: Sie fordert dazu auf, das Referendum gegen die Vorlage zu unterstützen.

Bereits in der Vernehmlassung zur «Ehe für alle» hatte sich die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) gegen die Vorlage ausgesprochen. Unter dem Titel «Ein Kind braucht Vater und Mutter» fordert die SEA in einer Stellungnahme nun dazu auf, das Referendum gegen die «Ehe für alle» zu unterstützen.

Mit der Vorlage werde die gemeinschaftliche Adoption von Kindern und die Samenspende für verheiratete lesbische Paare ermöglicht. Ohne Mutter oder ohne Vater aufzuwachsen, könne für das Kind aber negative Folgen haben, argumentiert die SEA.

«Instrumentalisierung des menschlichen Körpers»

Zudem gebe es keinen zwingenden Grund für die absolute Gleichbehandlung von hetero- und homosexuellen Partnerschaften, da sich diese in der Fähigkeit zur natürlichen Fortpflanzung unterschieden. Auch könne die Öffnung der Fortpflanzungsmedizin für weibliche Paare den Ruf nach der Leihmutterschaft für männliche Paare laut werden lassen. Dies führe zu einer «Instrumentalisierung des menschlichen Körpers», so die SEA.

Das Parlament hat im Dezember Ja zur «Ehe für alle» gesagt. Inzwischen sammeln bereits zwei überparteiliche Komitees Unterschriften für ein Referendum gegen die Vorlage. (no)