EKS-Sommersynode
Seelsorge für Asylsuchende gesichert
Am letzten Tag der Sommersynode in Bulle bekräftigte die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) ihr Engagement im Asylbereich. Die Versammlung genehmigte die Finanzierung der Seelsorge in den Bundesasylzentren für die Jahre 2027-2030, wie es in einer Mitteilung heisst.
EKS-Mitgliedkirchen, auf deren Gebiet sich ein Bundesasylzentrum befindet, werden demnach von allen Mitgliedkirchen mit insgesamt 470‘000 Franken im Jahr finanziell unterstützt.
Ebenso genehmigte die Synode den solidarischen Sockelbeitrag an die kirchlichen Werke Heks, Mission 21 und DM in der beantragten Höhe von knapp 4,5 Millionen Franken.
Schliesslich ging der Rat auf eine Anfrage des Waadtländer Synodalrats ein. Laut dem in der EKS-Verfassung verankerten Subsidiaritätsprinzip sollen Aufgaben nur dann von der EKS übernommen werden, wenn die Mitgliedkirchen das nicht selber können. Die Exekutive der Waadtländer Kirche wollte wissen, wie der EKS-Rat seine Kompetenzen gegenüber den Mitgliedkirchen auslegt (ref.ch berichtete).
Der Rat wies in seiner Antwort auf ein «dynamisches Verständnis» von Subsidiarität, wie es in der Mitteilung heisst. Massgeblich sei nicht nur, was eine einzelne Kirche besser selbst erledige, sondern was gemeinsam wirksamer gelinge. Ein solches gemeinsames Vorgehen setze jedoch einen Synodenauftrag voraus, werde partizipativ erarbeitet und durchlaufe eine Vernehmlassung.
Hintergrund der Waadtländer Anfrage waren unter anderem Anerkennungsleistungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Verletzungen der persönlichen Integrität. Der Waadtländer Synodalrat forderte in diesem Zusammenhang mehr Transparenz vom EKS-Rat. (no)