Ein dampfender Turm für das Fraumünster
Geht es um die Reformation in Zürich, steht meistens Huldrych Zwingli im Fokus. 2024 soll es für einmal Katharina von Zimmern sein. Ihr zu Ehren plant der Verein «Katharinen-Turm», temporär einen zweiten, 40 Meter hohen Turm am Fraumünster zu errichten. Wie der Tagesanzeiger schreibt, ging gegen das Baugesuch keine Beschwerde ein.
Katharina von Zimmer war die letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters. Vor 500 Jahren beschloss sie, den gesamten Besitz des Klosters der Stadt Zürich zu übergeben. Mit diesem Schritt trug sie massgeblich dazu bei, dass die Reformation in Zürich ohne Bürgerkrieg erfolgte.
Der zweite Turm am Fraumünster soll vom August bis im Dezember 2024 zu sehen sein und aus 29 Stäben und 500 Bändern bestehen. Sie sollen an die Äbtissinen des Klosters und an Frauen erinnern, die Zürich geprägt haben oder das nach wie vor tun. Zudem soll eine Dampfmaschine im Turm die Zeit in Form von Wolken angeben. (pef)