Deutschland

EKD-Ratsvorsitzende bezieht Position gegen AfD

Kirsten Fehrs geht an der EKD-Synode auf Distanz zur AfD. Sie wirft der Partei vor, die Menschenwürde zu missachten.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat sich bei der EKD-Jahrestagung deutlicher als bislang von der AfD distanziert. Man sehe sich einer Partei gegenüber, «die die Würde bestimmter menschlicher Gruppen längst schon für antastbar erklärt und sich damit ausserhalb der Grundlagen unseres Grundgesetzes stellt», sagte Fehrs in Dresden.

Der AfD dürfe keine Unterstützung gewährt werden, betonte sie zudem bei einer Pressekonferenz. «Im Gegenteil: Dass diese Partei Widerstand braucht, ist, glaube ich, eindeutig», sagte die Hamburger Bischöfin.

Fehrs liess in ihrer Rede Sympathien für Forderungen nach einem Verbot der AfD erkennen. Der Nachweis verfassungsfeindlicher Bestrebungen einer Partei wäre ein Verbotsgrund. Die evangelische Kirche sei bei dieser Frage aber noch in einer «Findungsphase», sagte Fehrs. Auch die Nachteile eines Verbotsverfahrens seien «evident»,
ergänzte sie. Zentral sei die Frage, ob solch ein Verfahren tatsächlich den Nutzen habe, den es haben solle. (epd/ gab)

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