Brot für alle blickt auf ein gutes Jahr zurück

Erste Erfolge beim Kampf gegen Palmöl und ein Ertragsüberschuss von rund 600'000 Franken: Die Stiftung Brot für alle beschliesst das Jahr 2018 positiv.


Weniger Palmöl in den Produkten der Schweizer Grossverteiler: Das forderten im Herbst 2017 über 13’000 Menschen in einer Petition. Einige Monate danach, im Juni 2018, gab Coop bekannt, bei Eigenmarken-Lebensmitteln künftig auf Bio-Palmöl aus nachhaltiger Produktion zu setzen. Bei gewissen Produkten sollte Palmöl sogar ganz durch andere Fette ersetzt werden.

Das reformierte Hilfswerk Brot für alle (Bfa), das die Petition zusammen mit Fastenopfer lanciert hatte, verbucht das als Erfolg, wie es im Jahresbericht 2018 schreibt. Der Kampf gegen das Pflanzenöl sei wichtig, da dieses «in den Anbauländern massive Umweltschäden verursacht und oft zu Land­raub führt», heisst es weiter.

Initiative bleibt Thema

Positiv bewertet die Stiftung auch ihr Engagement rund um die Konzernverantwortungsinitiative. Der öffentliche Druck habe dazu geführt, dass der Nationalrat im Sommer 2018 einen Gegenvorschlag beschloss. In diesen Fall würde das Initiativkomitee, zu dem Bfa gehört, seinen Vorstoss zurückziehen, schreibt das Hilfswerk.

Allerdings wurde der Jahresbericht bei diesem Thema mittlerweile von der Realität überholt: Der Ständerat lehnte einen Gegenvorschlag im Frühling 2019 ab. Damit dürfte die Initiative, die Schweizer Konzerne zur Wahrung von Menschenrechten und Einhaltung von Umweltstandards verpflichten will, nun doch vors Volk kommen (ref.ch berichtete).

Jahresrechnung im Plus

Finanziell kann Bfa auf ein gutes Jahr zurückblicken. Zwar gingen die Spenden und Legate von rund 12 Millionen im Jahr 2017 auf rund 11,2 Millionen im Berichtsjahr leicht zurück. Insgesamt jedoch schloss die Rechnung mit einem Plus von 631’294 Franken. Das Jahresergebnis wurde dem Organisationskapital zugewiesen. (vbu)