Europa

Bereits mehr als 800’000 Asylgesuche eingereicht

Die Zahl der Menschen, die in der EU, der Schweiz und Norwegen Schutz suchen, ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Manche Staaten verzeichnen aber auch einen starken Rückgang der Asylgesuche.

Mehr als 800'000 Menschen haben im laufenden Jahr in der Europäischen Union sowie Norwegen und der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen ist das der höchste Wert seit 2016, wie die Tageszeitung «Welt» unter Berufung auf Zahlen der EU-Asylagentur EUAA berichtete.

Den stärksten Anstieg verzeichneten den Angaben zufolge Lettland und Estland. Dort haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als doppelt so viele Menschen ein Asylgesuch eingereicht. Als Grund dafür nennt die EUAA die irreguläre Migration aus Belarus. An dritter Stelle folge Deutschland mit einem Anstieg von fast 75 Prozent der Gesuche.

Am stärksten rückläufig waren die Zahlen den Angaben zufolge in Dänemark, Malta und Zypern. In den drei Staaten haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur halb so viele Menschen ein Gesuch eingereicht. Das Land mit den bislang wenigsten Asylanträgen in diesem Jahr sei Ungarn mit nur 26 Gesuchen gewesen.

In der Schweiz haben bis Ende August knapp 17'400 Personen ein Asylgesuch eingereicht. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) rechnet bis Ende Jahr mit 28’000 bis 30'000 Anträgen. Aufgrund der hohen Zahl ist das SEM auf der Suche nach zusätzlichen Unterkünften (ref.ch berichtete). (sda/ pef)