Krieg in der Ukraine
Deutlich mehr Angriffe auf Schulen
Die Hilfsorganisation «Save the Children» beklagt einen starken Anstieg russischer Angriffe auf Bildungseinrichtungen in der Ukraine. 2024 hätten sich diese im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, erklärte die Organisation vor den Medien. Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung am 24. Januar hat das Kinderhilfswerk entsprechende UN-Berichte analysiert. Demnach seien vergangenes Jahr 576 Bildungseinrichtungen in der Ukraine, darunter Schulen, Kindergärten und Universitäten, beschädigt oder zerstört worden, hiess es. 2023 habe die Zahl bei 256 gelegen.
«Save the Children» rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich finanziell am Wiederaufbau des Bildungssystems der Ukraine zu beteiligen. Die weltweit tätige Hilfsorganisation befragte nach eigenen Angaben auch rund 870 Eltern, Lehrkräfte und Kinder in den vom Krieg besonders betroffenen Regionen im Süden, Osten und Norden des Landes. 75 Prozent der Eltern hätten berichtet, dass ihre Kinder fast ausschliesslich Fernunterricht erhalten. Einige schickten ihre Kinder aus Angst überhaupt nicht mehr zur Schule, hiess es.
Russland hatte seinen Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine vor fast drei Jahren, am 24. Februar 2022, begonnen. «Save the Children» hat seit Beginn des Krieges nach eigenen Angaben mehr als 259’000 Kinder und Jugendliche in der Ukraine mit Bildungsangeboten unterstützt. (epd/ dst)