Absage für «Marsch fürs Läbe»

Der Event der Abtreibungsgegner von «Marsch fürs Läbe» kann nicht am geplanten Ort in Winterthur stattfinden. Die Verantwortlichen des Kongresszentrums haben die Zusage aus Sicherheitsgründen zurückgezogen.


Am 19. September hätte im Kongresszentrum «gate27» in Winterthur das «Marsch fürs Läbe-Träffe» stattfinden sollen. Es wäre eine Ersatzveranstaltung gewesen für den «Marsch fürs Läbe», der in Zürich keine Bewilligung erhalten hatte. Doch nun bekamen die Veranstalter eine Absage von den Verantwortlichen des Kongresszentrums, wie es in einer Medienmitteilung vom 4. September heisst.

Die Polizei hatte an einer Sitzung mit den Organisatoren mitgeteilt, dass es sowohl in der Stadt Winterthur als auch im Internet eine grosse Mobilisierung gebe, um die Veranstaltung der Abtreibungsgegner zu verhindern. Die Polizei rechne damit, dass sich eine grosse Gruppe Gewaltbereiter zu einer unbewilligten Demo versammeln werde. Die Polizei müsse das Zentrum folglich mit dem für Winterthur bisher grössten Polizeiaufgebot abriegeln. Nur so könne die Sicherheit aller Teilnehmenden garantiert werden.

Absage und Bedauern

Deshalb habe sich die Geschäftsleitung des Kongresszentrums entschieden, den Veranstaltern des «Marsch fürs Läbe-Träffe» das Gastrecht zu entziehen.

Die Abtreibungsgegner bedauern diesen Entscheid. Sie prüfen nun eine Klage gegen die Verantwortlichen für die Demonstrationen. Ausserdem wollen die Organisatoren des «Marsch fürs Läbe» die Arbeit der Polizei untersuchen. Sie kritisieren, dass die Polizei zu wenig präventive Arbeit geleistet habe. Es mache den Anschein, dass «einmal mehr der bequeme Weg gewählt wurde». (mos)