Die Gesellschaft und die Religionslandschaft würden vielfältiger, deshalb sei das Miteinander von Staat und Religionsgemeinschaften auf neue Weise herausgefordert. Doch im Kanton Zürich wollten die Religionsgemeinschaften und der Kanton ihr Verhältnis weiterentwickeln. Dabei sei das übergeordnete Ziel die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dies steht in einer Medienmitteilung des Kantons vom 19. März.
Hintergrund des Communiqués ist ein Treffen der Spitzen der Evangelisch-reformierten Landeskirche, der Römisch-katholischen Körperschaft, der Christkatholischen Kirchgemeinde, der Israelitischen Cultusgemeinde und der Jüdisch Liberalen Gemeinde mit SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Beim zweiten Treffen dieser Art nach 2019 sollten Schwerpunkte für die Legislatur 2020 bis 2023 erarbeitet werden.
Offener Dialog
Die drei gemeinsam erarbeiteten Schwerpunkte seien eine Reaktion auf den gesellschaftlichen Wandel, heisst es weiter. Der erste Schwerpunkt sei ein offener Dialog über die Zukunft. Staat und anerkannte Religionsgemeinschaften wollten gemeinsam darüber nachdenken, wie ihr Verhältnis ausgestaltet werden könnte.
Als zweiten Schwerpunkt wollen die Beteiligten ihre Rollen und Aufgaben klären im Verhältnis zu den nicht-anerkannten Gemeinschaften und Konfessionslosen. Denn diese Gruppen würden wachsen, seien aber erst ansatzweise in die Beziehungen zwischen Staat und Kirchen eingebunden.
Wie viel Bedeutung für die Gesellschaft?
Der dritte Schwerpunkt soll eine Studie sein zu den Tätigkeiten der Religionsgemeinschaften, die von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung sind. Eine frühere Studie hat die Beiträge der Religionsgemeinschaften zu Solidarität, Stabilität und Zusammenhalt der Gesellschaft ausgeklammert. In einer neuen Auswertung sollen nun die Beiträge der Kirchen dazu evaluiert werden. (mos)