Am 19. März hat sich die Religionsministerin des Kantons Zürich, Jacqueline Fehr, mit den Spitzen der anerkannten Religionsgemeinschaften getroffen. Das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften sei stabil und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt, schreibt die Zürcher Direktion der Justiz und des Innern in einer Mitteilung am 20. März.
«Der Staat und die anerkannten Religionsgemeinschaften – die Evangelisch-reformierte Landeskirche, die Römisch-katholische Körperschaft, die Christkatholische Kirchgemeinde, die Israelitische Cultusgemeinde und die Jüdische Liberale Gemeinde – wirken im Kanton Zürich zum Nutzen der Gesellschaft zusammen», wird Regierungsrätin Fehr in der Mitteilung zitiert. Das Treffen war das erste in einer Reihe von formalen Austauschtreffen.>
Religionsgemeinschaften in der Minderheit
Die demografische Entwicklung und religiöse Pluralisierung habe jedoch Auswirkungen. Während die Mitgliederzahlen der beiden grossen Kirchen sänken, wüchsen andere Religionsgemeinschaften. Zudem steige die Zahl der Konfessionslosen seit den 70er-Jahren stark.
Bereits heute sei jede Kirche für sich eine Minderheit. Dies hat gemäss der Mitteilung jedoch keine Auswirkungen auf die Bedeutung, die der Staat den anerkannten Gemeinschaften sowohl in Bezug auf das Verhältnis zum Staat als auch in Bezug auf das Verhältnis zur Gesellschaft zumisst.