Sabrina Müller will in die Politik einsteigen
Die Zürcher Kirchenratswahlen von Ende November versprechen Spannung: Die Liberale Fraktion schickt Sabrina Müller ins Rennen als mögliche Nachfolgerin im Präsidium der reformierten Zürcher Landeskirche. Es sei Zeit für eine Frau an der Spitze der Zürcher Landeskirche, heisst es in einer Mitteilung der Liberalen Fraktion.
Müller sei eine «kompetente und versierte» Kandidatin für die Leitung der Exekutive, schreibt die Fraktion im Communiqué. Die 42-Jährige bringe die nötigen Erfahrungen und Kenntnisse mit, die es für eine zukunftsfähige Kirche brauche.
Müller setze sich ein für eine «innovative, partizipative und wertschätzende» Kirche. «Das Bedürfnis nach Spiritualität nimmt nicht ab, es wird pluraler und diverser», lässt sich Müller zitieren. Die Kirche sei gefragt als Partnerin für unterschiedliche Menschen.
Zur Zeit ist Sabrina Müller Geschäftsleiterin des Universitären Forschungsschwerpunktes «Digital Religion(s)» der Universität Zürich und Privatdozentin für Praktische Theologie. Sie ist in Gossau im Zürcher Oberland aufgewachsen und lebt noch immer in der Region: Mit ihrem Mann wohnt sie in Hinwil. Müller war sechs Jahre Gemeindepfarrerin in Bäretswil, sie hat promoviert und eine Habilitation abgeschlossen.
Zudem hat die Liberale Fraktion Katharina Kull für eine weitere Amtszeit als Kirchenrätin nominiert. Kirchenrat Andrea Bianca, seit 2015 Vizepräsident, verzichtet zugunsten von Sabrina Müller auf eine Nomination der Liberalen Fraktion. Er erwägt eine fraktionslose Kandidatur.
Neben Sabrina Müller tritt zur Wahl für das Kirchenratspräsidium Amtsinhaber Michel Müller an. Ebenfalls ihre Kandidatur für das Präsidium bekanntgegeben hat Kirchenrätin Esther Straub. (jow)