Zurich Film Festival
Zürcher Kirchen zeichnen mongolischen Dokfilm aus
«Colors of White Rock» gewinnt dieses Jahr den Filmpreis der Zürcher Kirchen am Zurich Film Festival ZFF. Im Zentrum des Dokumentarfilms des mongolischen Regisseurs Khoroldorj Choijoovanchig steht Maikhuu. Sie behauptet sich in einer rauen Welt als Lastwagenfahrerin in der Wüste Gobi und transportiert Kohle an die chinesische Grenze.
Der Film urteile und werte nicht vorschnell, würdigt die Jury in einer Mitteilung ihre Wahl. Vielmehr verbinde das Werk eine persönliche Geschichte mit einem Blick auf die sozialen und ökologischen Folgen des boomenden Bergbaus in der Mongolei.
«Das Schicksal und der Lebensmut dieser mongolischen Frau hat mich tief berührt und mich ohne moralischen Zeigefinger zum Nachdenken gebracht», lässt sich Jurymitglied Brigitta Rotach zitieren.
Insgesamt waren 13 Filme in der Konkurrenz um den Preis, darunter Spiel- und Dokumentarfilme. Der Filmpreis der Reformierten und Katholischen Kirche im Kanton Zürich ist mit 10'000 Franken dotiert, er ist zum zehnten Mal verliehen worden. Mit dem Preis wird das Filmschaffen und der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen gewürdigt. (jow)