Synode

Zürcher Landeskirche baut Stellen ab

Wegen Mitgliederverlusten kürzt die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich die Zahl der Pfarrstellen. Sie bezeichnet den Abbau als moderat.

In den letzten vier Jahren ist die Mitgliederzahl der Zürcher Landeskirche von 425'000 auf 386'000 gesunken. Das wirkt sich auf die Zahl der Pfarrstellen aus, denn pro Pfarrstelle braucht es gemäss Kirchenordnung eine gewisse Anzahl Mitglieder. Für die Amtsdauer von 2024 bis 2028 würden dadurch 24 Vollzeitstellen wegfallen.

Das Kirchenparlament lockerte jedoch die Vorgaben. Statt 1650 braucht es neu noch 1550 Kirchenmitglieder pro Pfarrstelle. Damit müssten noch knapp neun Vollzeitstellen aufgehoben werden, teilte die Landeskirche mit. Eine weitergehende Senkung des Quorums, um einen Stellenabbau zu verhindern, sei von der Synode abgelehnt worden. Die Landeskirche wird damit noch knapp über 250 Pfarrstellen verfügen.

«Entlassungen gibt es keine», sagt Nicolas Mori, Kommunikationsleiter der Zürcher Landeskirche auf Anfrage von ref.ch. Allerdings lasse sich der Stellenabbau nicht allein durch natürliche Fluktuation auffangen. Betroffene Kirchgemeinden müssten Pensen reduzieren oder neu verteilen, erklärt Mori. Finden sie keine Lösung, haben sie die Möglichkeit, beim Kirchenrat ein Härtefallgesuch einzureichen.

Die Synode genehmigte zudem die Rechnung für das vergangene Jahr. Sie schliesst mit einem Gewinn von 1,6 Millionen Franken, budgetiert war ein Verlust von 1,1 Millionen Franken. Vor allem der Personalaufwand fiel tiefer aus als erwartet, wie die Kirche schreibt. (sda/ pef)