Mit Postulaten gegen Vakanzen
An der Synode der Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen war der Personalmangel das Hauptthema, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Gleich zwei Motionen wurden dazu eingereicht.
Katja Roelli und weitere Mitglieder der Synode forderten, dass der Kirchenrat den Bedarf an Religionslehrpersonen erhebt und allenfalls die Zulassungskriterien lockert – und zwar bereits für das kommende Schuljahr. Dasselbe soll der Kirchenrat auch für den Pfarrberuf tun, forderten Pfarrer Marcel Wildi und mehrere Mitunterzeichnerinnen in einer zweiten Motion. Sie hatten dazu eine Liste mit möglichen Vorschlägen erarbeitet.
Beide Motionen forderten Gesetzesänderungen, was auf Kritik stiess. Aus diesem Grund wandelten die Motionäre ihre Vorstösse in Postulate um. In dieser Form fanden beide eine Mehrheit in der Synode.
Die Synodalen genehmigten auch die Rechnung für das Jahr 2022. Sie schliesst mit einem Defizit von knapp 50'000 Franken, erwartet wurde ein Verlust von 340'000 Franken. Grund für das bessere Resultat waren die Steuereinnahmen, die höher ausgefallen sind als budgetiert. (pef)