Krieg im Nahen Osten

Weltkirchenrat fordert Untersuchung von Raketeneinschlag

Die Vereinten Nationen sollen im Fall des zerstörten Krankenhauses im Gazastreifen Ermittlungen aufnehmen. Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat zudem auf seine Hilfsangebote für die Zivilbevölkerung im Konfliktgebiet hingewiesen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat eine unabhängige internationale Untersuchung nach dem Raketeneinschlag in das Al-Ahli-Arab-Krankenhaus in Gaza-Stadt gefordert. Die Ermittlungen sollten von den Vereinten Nationen geführt werden, forderte der Weltkirchenrat in einer Erklärung. Am Dienstag war das Krankenhaus mutmasslich von einer Rakete getroffen worden. Hunderte Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Unklar blieb, welche Seite für den Einschlag verantwortlich ist.

Gemeinsam mit den Partnern der «Jerusalem Liaison Office Advisory Group» wies der Weltkirchenrat auf die immensen humanitären Bedürfnisse der Menschen im Gaza-Streifen hin. Kirchen und kirchliche Einrichtungen böten allen Vertriebenen, unabhängig von ihrem religiösen oder kulturellen Hintergrund, Unterkünfte und Dienstleistungen an, betonte der Weltkirchenrat. Der Gaza-Streifen brauche dringend Zugang zu sauberem Wasser, Lebensmitteln, Strom und grundlegender humanitärer Unterstützung.

Das von dem Raketeneinschlag getroffene Al-Ahli-Arab-Krankenhaus wird von der anglikanischen Diözese von Jerusalem betrieben. Nach Angaben des Unterstützervereins «American Friends of the Episcopal Diocese of Jerusalem» wurde es 1882 gegründet und ist die einzige christliche sowie die älteste Klinik in Gaza. Jährlich werden dort mehr als 45'000 Patienten versorgt. (epd/ pef)