Krieg in der Ukraine
Europas Kirchen fordern Weihnachts-Waffenstillstand
Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) hat zu einem weihnachtlichen Waffenstillstand in der Ukraine aufgerufen. Die 115 Mitgliedskirchen repräsentierende ökumenische Organisation appellierte an Russland, die Weihnachtszeit zu respektieren, indem es der Gewalt Einhalt gebietet und das Mitgefühl fördert. Zudem wurde als humanitäre Geste ein Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine gefordert.
Die Konferenz Europäischer Kirchen unterstütze den Wunsch von Papst Franziskus nach einem Waffenstillstand an allen Kriegsfronten, hiess es nach einer KEK-Konsultation zum Thema «gerechter Frieden», die vom 9. bis 11. Dezember in Warschau stattfand. An dem Treffen nahmen den Angaben zufolge Verantwortliche aus verschiedenen ukrainischen Kirchen teil.
Die Teilnehmenden hätten betont, dass die Weihnachtsbotschaft über den Konflikt hinausgehen und eine Gelegenheit für Dialog, Versöhnung und Hoffnung bieten müsse. Zuvor hatte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in seiner Weihnachtsbotschaft zum Einsatz für den Frieden auf der ganzen Welt aufgerufen (ref.ch berichtete).
Die Konferenz Europäischer Kirchen repräsentiert orthodoxe, protestantische, anglikanische und altkatholische Kirchen aus ganz Europa. Auch die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) ist Mitglied. Die KEK entstand 1959 als friedensstiftende Initiative, um während des Kalten Krieges Brücken zwischen Ost und West zu bauen. Sie vertritt den Angaben zufolge zusammen mit ihren ökumenischen
Partnern mehr als 380 Millionen europäische Bürger. (epd/ dst)