Künstliche Intelligenz
US-Bischöfe warnen Tech-Firmen vor existenziellen Risiken durch KI
Die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB) hat in Washington Vertreter führender Technologieunternehmen sowie Fachleute für künstliche Intelligenz zu einem zweistündigen Gespräch empfangen, wie die «Washington Post» berichtet. Dabei ging es nach Angaben der Organisatoren insbesondere um «katastrophale, existenzielle Risiken» von KI.
Besprochen wurden unter anderem der Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen und beim Militär sowie die Frage, wie die USA und China beim Thema KI miteinander ins Gespräch gebracht werden könnten.
Welche Unternehmen an dem Treffen teilnahmen, wurde nicht bekanntgegeben. Der katholische Theologe Charles Camosy, der die Veranstaltung mitorganisierte, sprach von Unternehmen, die besonders leistungsfähige KI-Systeme entwickeln. Zugleich gründeten die Bischöfe eine Arbeitsgruppe zum Schutz der Menschenwürde im Zeitalter künstlicher Intelligenz. Geleitet wird sie vom Bischof von San José, Oscar Cantú.
Nach Angaben der Bischofskonferenz soll KI «im Dienst der Menschheit» bleiben und die Würde jedes Menschen respektieren. Nach dem Treffen gingen mehr als ein Dutzend Bischöfe zum US-Kongress. Dort forderten sie gesetzliche Sicherheitsvorkehrungen für künstliche Intelligenz und einen besseren Schutz von Kindern im Internet.
Im Mai dieses Jahres hatte Papst Leo XIV. in seiner ersten Enzyklika globale Regeln für die Verwendung von KI verlangt und vor den Gefahren gewarnt, die mit der Technologie einhergehen (ref.ch berichtete). Auch der Weltkirchenrat ÖRK warnte in Bezug auf die KI: «In den Händen der Mächtigen und Reichen ist sie jedoch ein Werkzeug zur Selbstbereicherung und zum Missbrauch und von begrenztem Nutzen für die Armen und Ausgegrenzten». (dst)