Thuner Johanneskirche soll nicht verkauft werden

Die sanierungsbedürftige Johanneskirche in Thun soll weiter von der Gemeinde genutzt werden können. Die Stimmberechtigten stimmten einer entsprechenden Initiative zu.


Die 50-jährige Johanneskirche in Thun soll weiter im Besitz der Gemeinde bleiben. Das haben die Kirchengemeindemitglieder am 29. April an der Urne entschieden. Dies gegen den Willen des Kirchenparlaments. Laut einer Medienmitteilung waren 2889 dagegen, dass die sanierungsbedürftige Johanneskirche vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen überführt wird und somit verkauft werden könnte. 2158 waren dafür. Die Stimmbeteiligung lag bei 24.27 Prozent.

Neues Entwicklungskonzept gefordert

«Wir haben grosse Freude. Eine Abstimmung über eine Initiative zu gewinnen, ist ja bekanntlich nicht einfach», sagt Oliver Jaggi, Präsident des Vereins Pro Kirchen Strättligen gegenüber ref.ch. Der Weg sei jetzt frei, dass man ein Gebäudekonzept und eine Entwicklungsstrategie für die gesamte Kirchgemeinde Thun entwerfen kann. Darin soll auch die Johanneskirche eine wichtige Rolle spielen. «Unsere Abklärungen haben ergeben, dass die Sanierung weit weniger als die vom Kirchenparlament veranschlagten fünf Millionen Franken kosten wird», sagt Jaggi.

Wie es nun mit der Johanneskirche weitergeht, kann laut Willy Bühler, Präsident des Kleinen Kirchenrats, noch nicht gesagt werden. Zuerst wolle man die 30-tägige Beschwerdefrist abwarten. «Wir wollen aber zusammen mit der Gemeinde Strättligen eine Strategie besprechen», sagt Bühler. (bat)