Diskussionen über künftige Einnahmen
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (ERK BS) hat laut einer Mitteilung an ihrer Frühjahrssitzung den Jahresbericht und die Jahresrechnung genehmigt. Mit rund 16,6 Millionen Franken habe die ERK BS mehr Steuern eingenommen als budgetiert und einen Gewinn von 4,77 Millionen Franken ausgewiesen. Unter anderem habe die Kirche weniger Geld ausgegeben, weil die Arbeiten an der Johanneskirche erst dieses Jahr beginnen können.
Kirchenrat David Jenny warnte das Kirchenparlament vor Übermut angesichts des guten Rechnungsabschlusses. Die Kirchensteuereinnahmen schwankten laut Jenny, weil in Basel Unternehmen keine Kirchensteuern bezahlen. Austritte, Wegzüge oder Todesfälle von Mitgliedern würden sich deshalb sofort auf die Einnahmen auswirken.
Die Synode stellte sich die Frage, wie die Kirche angesichts der stark schwankenden Zahlen sinnvoll planen könne, heisst es in der Mitteilung. In den kommenden Jahren würden durch rückläufige Mitgliederzahlen die Erträge aus den Kirchensteuern sinken.
Kirchenratspräsident Lukas Kundert sagte: «Obwohl die Kirche heute deutlich weniger Mitglieder hat, stehen uns kaum weniger Mittel zur Verfügung, weil wir uns schon lange nicht mehr nur aus Steuermitteln finanzieren.» Eine wichtige Ertragsquelle seien Liegenschaften, die nicht mehr kirchlich genutzt werden. Das Liegenschaftsportfolio sei Teil der Strategie der ERK BS, von Kirchensteuern unabhängiger zu werden. (dst)