Synode

Baselstädtische Kirche nimmt drei Millionen Franken mehr Steuern als budgetiert ein

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 1,5 Millionen Franken erzielt. Aber es gibt einen Dämpfer.

Die Finanzen gaben in der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt in den vergangenen Jahren selten Anlass zur Freude. Umso überraschender ist es, dass die Synode für das Jahr 2022 einen Gewinn von rund 1,5 Millionen Franken verbuchen konnte. Ausschlaggebend dafür waren rund drei Millionen Franken mehr Steuereinnahmen als budgetiert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Kirchenrat David Jenny führte die hohen Einnahmen allerdings vor allem auf den Systemwechsel zurück, der mit der Umstellung auf den Steuereinzug durch den Kanton verbunden ist. Längerfristig sei hingegen weiter mit rückläufigen Steuereinnahmen zu rechnen.

Angesichts des guten Ergebnisses kam es in der Synode zu Diskussionen über den Kirchensteuersatz von acht Prozent. Eine mögliche Senkung des Steuersatzes wurde von Kirchenrat Jenny jedoch zurückgewiesen, wie es weiter heisst. Im Unterschied zu anderen Kantonen gebe es in Basel-Stadt keine Kirchensteuern für juristische Personen, man werde ausschliesslich von den Mitgliedern finanziert. Dieser Sicht schloss sich die Synode schliesslich einstimmig an. (no)